Gerade musste die japanische Regierung eingestehen, dass im März diesen Jahres ein neues Rekordhoch im Hinblick auf den CO2-Ausstoss des Landes erreicht wurde. Damit sieht sich das Land, das derzeit fünftgrößter Produzent des Treibhausgases ist, mit der unerfreulichen Perspektive konfrontiert, eventuell nicht die ausgelobten Reduzierungen zu erreichen.
Die IEA unter Leitung von Tanaka Nobuo, einem ehemaligen Bürokraten aus dem japanischen Ministerium für Wirtschaft und Industrie, sieht in der hohen Fragmentierung des japanischen Stromnetzes eine Ursache für die bisher niedrigen Investitionen japanischer Stromerzeuger in alternative Energiequellen. Durch eine Vereinheitlichung der lokalen Netze wäre das nationale Stromnetz Japans besser in der Lage, Überschüsse aus der volativen Stromeinspeisung aus regenerativen Energiequellen gewinnbringend nutzen zu können.
Diese in erster Linie durch den japanischen Steuerzahler zu finanzierende Optimierung der Absatzkanäle sollte den Energiekonzernen die Entscheidung für alternative Energiequellen neben fossilen Brennstoffen erleichtern und damit dem freiwillig gesetzten Ziel einer Reduktion der CO2-Emmissionen pro KWh generierten Stroms auf 0,34 Kg näher bringen.
(Quelle: Reuters)
