Der japanische Autobauer Mazda hat eine Motortechnologie entwickelt, die das Ausschalten des Motors in Situationen, in denen das Auto steht, und der effiziente Neustart des Motors beim Anfahren auch bei Fahrzeugen ohne Hybridantrieb möglich wird. Ein derartiges System des „Idling Stop“ ist bei Hybridfahrzeugen ganz normal und es wird auch mit zunehmender Häufigkeit in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor verbaut. Normalerweise erfolgt der Neustart des Motors allerdings mithilfe eines Elektromotors, der wie eine überdimensionierter Anlasser funktioniert. Mazda hebt bei der neuen Umwelttechnologie, die es u.a. vom 11.12. bis zu, 13.12.08 auf der Messe „Eco-Products 2008“ im Messezentrum „TOKYO BIG SIGHT“ der Öffentlichkeit vorstellt, die Notwendigkeit eines solchen Motors auf, indem der Neustart des Motors über die Direkteinspritzung von Treibstoff in einen Zylinder des stehenden Motors und dessen Zündung erfolgt.
Dieses „Smart Idling Stop System“ (SISS), auch unter der Bezeichnung „i-stop“ vermarktet, ist nach Angaben des Automobilherstellers wesentlich effizienter als andere Idling Stop Systeme, und soll eine Treibstoffersparnis von bis zu 10% möglich machen (s. Anm.). Um den Motorstart via Treibstoffzündung im Zylinder möglich zu machen, ist ein besonders hohes Maß an Kontrolle der Zylinderposition notwendig; SISS verfolgt dementsprechend die Position eines jeden Zylinders und hält beim Ausschalten des Motors die Zylinder in einer Position an, in der die richtige Ausbalancierung des Luftvolumens in einem Zylinder im Abwärtshub und einem im Verdichtungshub den späteren Einsatz des Systems ermöglicht. Beim Neustart wird erst eine sehr geringe Menge Treibstoff in den Zylinder eingespritzt, der sich am Anfang seines Verdichtungshubs befindet, und gezündet, wodurch die Maschine kurzzeitig in Gegenrichtung läuft. In diesem Augenblick wird in den Zylinder, der durch den Rückwärtslauf des Motors in die Kompressionsphase eintritt, Treibstoff eingespritzt und gezündete, wodurch ein kräftiger Impuls sofort ein Abwärtsmoment im Zylinder erzeugt und den Motor in regulärer Richtung in Bewegung setzt.
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Neben der Treibstoffersparnis soll bei diesem System die Motorleistung deutlich schneller als bei einem mit Elektromotor gestarteten Aggregat wieder hergestellt werden (in 0,35 s). Auf diese Weise soll sichergestellt werden, das der Fahrer keine Verzögerung im Anfahrverhalten seines Autos spürt, obwohl der Motor zwischenzeitlich ausgestellt wurde. Ds System soll schon 2009 auf den Markt gebracht werden.
Gemeinsam mit dem von Mazda entwickelten Wasserstoff-Hybridmotor, der im RX-8 Hydrogen RE bereits seit 2006 in Japan über Leasingverträge zu haben ist und bald auch im Premacy Hydrogen RE Hybrid vermarktet wird, soll „i-stop“ dazu beitragen, das selbst gesteckte Ziel zu erreichen, bis 2015 den durchschnittlichen Treibstoffverbrauch der Flotte um 30% zu senken.
Anm.: Diese Werte basieren auf dem 10-15 mode test, der in Japan standardmässig zur Messung des Treibstoffverbrauchs eingesetzt wird. Das Messverfahren besteht aus zwei Zyklen, wobei im 10-mode drive cycle bei niedrigen Geschwindigkeiten und im 15-mode bei höheren Fahrgeschwindigkeiten gemessen wird.
Quellen: Mazda und Green Car Congress
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